Simmersfeld. Man hätte die zahlreichen Premierenzuschauer im Simmersfelder Festspielhaus den ganzen Abend über mit witzigen, amüsanten, schlitzohrigen Versen und Kalauern des Schauspielers, Kabarettisten und Entertainers Heinz Erhardt bespaßen und zu guter Letzt „Noch’n Gedicht“ bringen können, wie der Titel des Bühnenstücks vermuten ließ. Dieser Verlockung ist das Regionentheater aus dem Schwarzen Wald jedoch nicht erlegen. (…) Dass der Regisseur Mark Schuschnik als Heinz Erhardt engagiert hat, erwies sich als Glücksgriff. Trotz ständiger Bühnenpräsenz ließ die körperliche und geistige Spannkraft keine Sekunde nach, er beherrschte seinen Text auch bei langen Passagen, meisterte mit Leichtigkeit den Übergang von der „Kultfigur“ Heinz Erhardt zum Menschen Heinz Erhardt, setzte sich in jeder Situation wirkungsvoll in Szene. Birgit Heintel als seine Frau ging in der Rolle als liebenswerte Ehefrau und treusorgende Mutter von vier Kindern auf, Sara Mahle war Zeitungsjunge, Soldatin, Hausverkäuferin und – besonders eindrucksvoll – singender Todesengel. Einen Tag nach seinem 70. Geburtstag ist Heinz Erhardt gestorben.

Foto: Köncke
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